| Zusammenfassung des Abschnitts |
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| 1. Definition |
| 2. Befüllungs- sequenz |
| 3. Mischgeschwindigkeit beim Befüllen |
| 4. Optimierung der Befüllung eines Trockenmischers |
Das Befüllen eines Mischers sollte der trivialste Schritt im gesamten Mischzyklus sein – so denkt man... Doch wie so oft in der Schüttgutverarbeitung ist dem nicht so. Tatsächlich beeinflusst die Art und Weise, wie die Komponenten in den Mischer gefüllt werden, dessen Leistung.
Die wichtigste Regel lautet: NIEMALS als Erstes die kleinen Bestandteile wie Aromen, Wirkstoffe, Pigmente usw. in den Mischer füllen. Diese kleinen Bestandteile können sich tatsächlich in Totzonen des Mischers ablagern und sind dann schwer zu bewegen und zu dispergieren, z. B. in kleinen Spalten zwischen Rührwerk und Mischgehäuse. Falls eine gute Durchmischung erreicht wird, dauert dies länger als nötig. Misch- zeit.

Am besten werden die kleinen Bestandteile "sandwichartig" zwischen zwei Schichten der Hauptkomponenten gefüllt. Dadurch wird die Verteilung im Mischer optimiert. Bei leistungsfähigen Mischern ist es auch generell akzeptabel, die kleinen Bestandteile oben aufzufüllen, was den Zyklus des Pulver-/Schüttgutmischers optimieren kann.
Das schichtweise Befüllen mit symmetrischer Verteilung im Mischer wird ebenfalls empfohlen, insbesondere für Trommelmischer , bei denen sich die Mischzeit stark verlängern kann, wenn die Materialien in vertikalen Abschnitten eingefüllt werden [1].
Bei Mischern mit Rührwerk (z. B. Band-, Paddel-, Pflugschar-mischer usw.) wird empfohlen, den Mischer während des Befüllens mit niedriger Geschwindigkeit ("ATEX-Geschwindigkeit") zu betreiben. Dies trägt zur gleichmäßigen Verteilung des Produkts bei, optimiert die Beladung, ermöglicht eine Art Vorvermischung und verhindert, dass das Rührwerk blockiert, falls es bei bereits vollem Mischer gestartet würde.
Der Mischer sollte mit einem Filter ausgestattet sein, um den erforderlichen Luftaustausch beim Einfüllen großer Mengen an Feststoffen zu ermöglichen. Das Befüllen sollte möglichst schnell erfolgen, um den Zyklus zu optimieren. Der Produktfluss darf nicht durch leichten Überdruck im Mischer behindert werden, falls kein Filter vorhanden, zu klein dimensioniert oder verstopft ist.
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Aus den obigen Beobachtungen lassen sich Empfehlungen ableiten, um die Zykluszeit eines Mischvorgangs durch schnelleres Befüllen und Förderung einer kurzen Mischzeit zu verbessern:
| Empfehlung | Auswirkung |
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| Bestandteile gewichtsgenau in Bunkern vorwiegen, bereit zum Abgeben in den Mischer | Verkürzung der Zykluszeit durch schnelleres Befüllen |
| Mischer symmetrisch in Schichten befüllen; kleine Bestandteile "sandwichartig" oder oben in der Mitte (bei leistungsfähigen Mischern) einfüllen KLEINE BESTANDTEILE NICHT ALS ERSTES EINFÜLLEN |
Verkürzung der Zykluszeit durch optimiertes Mischen |
| Sicherstellen, dass die Entlüftung des Mischers ausreichend ist. Vermeidung von Druckaufbau im Mischer beim Einfüllen der Bestandteile verbessert den Durchsatz. | Verkürzung der Zykluszeit durch schnelleres Befüllen |
| Bei Mischern mit Rührwerk dieses während des Befüllens mit ATEX- Geschwindigkeit betreiben | Verkürzung der Zykluszeit durch optimiertes Mischen |
Quellen und weitere Referenzen
[1] Muzzio, "Dealing with powder blending problems", Powder Bulk Engineering, 2018