| Zusammenfassung des Abschnitts |
|---|
| 1. Definition |
| 2. Strömungscharakteristika in horizontalen pneumatischen Förderleitungen |
Horizontale Rohrabschnitte bilden in der Regel den Hauptteil vieler pneumatischer Förderleitungslayouts und der Eintrittspunkt der zu fördernden Schüttgüter ist stets horizontal. Daher ist es entscheidend, das Verhalten und mögliche Störungen einer pneumatischen Förderstreckezu verstehen. Hierfür muss der Ingenieur wissen, wie sich die zweiphasige Strömung aus Luft und Feststoffen in horizontalen Rohren verhält. Diese Seite erklärt, wie sich die Strömung von Produkt und Luft in geraden horizontalen Abschnitten ausbildet und auf welche Parameter und Phänomene besonders zu achten ist.
Bei der Verdünnungsförderung müssen die Feststoffe in der Luft suspendiert sein. Daher muss die Luftgeschwindigkeit hoch genug sein, um zu verhindern, dass sich die Partikel am Rohrboden absetzen und einen Pfropfen bilden, der die Leitung verstopft.
Das Absetzen von Partikeln aufgrund einer zu niedrigen Förderluftgeschwindigkeit wird als Saltationbezeichnet. Jedes Pulver oder Schüttgut kann durch eine Saltationsgeschwindigkeit charakterisiert werden, die die minimale Förderluftgeschwindigkeit angibt, oberhalb derer die Partikel in Suspension gehalten und transportiert werden. Es ist bemerkenswert, dass die Saltationsgeschwindigkeit – die bei einer "seitlichen" Luftströmung vorherrscht – in der Regel deutlich höher ist als die Sinkgeschwindigkeit – die bei einer vertikalen Luftströmung vorherrscht – wie sie in geraden vertikalen Abschnitten auftritt. Daher erfordert die horizontale Förderung in der Verdünnungsphase tatsächlich höhere Geschwindigkeiten als die vertikale Förderung, um nachhaltig zu bleiben.
Es ist daher unerlässlich, sicherzustellen, dass die Luftgeschwindigkeit an jeder Stelle des pneumatischen Förderleitungslayouts OBERHALB der Saltationsgeschwindigkeit liegt – mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand. Dies verhindert Rohrverstopfungen.
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Bei der Dichtstromförderung ist die Dynamik völlig anders als bei der Verdünnungsförderung. Das Pulver bewegt sich in dichten Pfropfen, sodass die Herausforderung hier nicht darin besteht, die Feststoffe in Suspension zu halten, sondern vielmehr die Reibung zwischen Produkt und Rohrwand zu kompensieren. Zu beachten ist, dass die Reibung in vertikalen Abschnitten deutlich geringer ist, da das Pulver nicht auf der Rohrleitung aufliegt. Allerdings muss das Gewicht der Produktsäule ausgeglichen werden.